Rudi's Motorradtouren
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Sonthofen - Samnaun/Arlbergpass

Streckenbeschreibung/Tourbericht:

Freitag Abend rief Werner an und es entwickelte sich folgendes Gespräch:
Werner: „Und wie sieht’s aus? Fahren wir morgen?“
Ich: „Okay, wann treffen wir uns?“
Werner: „Morgens ist es jetzt immer noch sehr kühl – 9:00 Uhr oder 9:30 Uhr?“
Ich: „Okay, 9:30 Uhr! Wohin fahren wir?“
Werner: „Egal, vielleicht Richtung Bludenz oder so?“
Ich: „Wie wär’s mit Samnaun oder ins Voralpenland?“
Die entgültige Tour sollte dann am Samstag Morgen festgelegt werden!
Samstag, 09.09.06:
Pünktlich um 9:30 Uhr war ich mit meiner Frau bei Werner. „Und wo fahren wir jetzt hin?“ Werner meinte: „Wir können ruhig nach Samnaun fahren und dann über den Arlbergpass und Bludenz ins große Walsertal und zurück nach Sonthofen“ „Okay, fahr du voraus!“
Normalerweise fahr meistens ich voraus, aber Werner ist ein sehr guter Fahrer und den lass ich auch gern mal voraus fahren!
Von Sonthofen aus ging es Richtung Hindelang und hinauf aufs Oberjoch (1178 m). Zunächst war es noch frei und wir konnten die herrlichen Kurvenkombinationen dieser Strecke genießen. Das hielt aber nicht lange an! Radfahrer hielten die Autos auf, die wiederum die Motorradfahrer und so ging es eher schleppend weiter hinauf. Die Jochstraße ist zwar herrlich zu fahren, aber mit einem Überholverbot beschildert! Da sie auch viel befahren ist, kommt man nur selten in den Genuss, eine freie Strecke vor sich zu haben – dann aber umso schöner!
Auf der Passhöhe dann bogen wir ins Tannheimer-Tal ab. Wir mussten feststellen, dass an diesem schönen Sonnentag auch viele andere das Wetter nutzten und so war an ein zügiges Vorankommen zunächst nicht zu denken. Durchs Tannheimer-Tal ging es weiter zum Gaichtpass (1093 m). Zu Beginn des Passes konnte es sich Werner nicht verkneifen, die anderen Motorradfahrer vor uns und die Autos zu überholen! Einen nach dem anderen lies er hinter sich und wir sahen ihn dann erst wieder unten in Weißenbach. Von dort fuhren wir durch Lechtal Richtung Hahntennjoch (1903 m). Im Lechtal wurde der Verkehr schon weniger und hinauf zum Pass erst recht. Links, rechts, links, rechts – einfach eine herrliche Strecke, die bei den Motorradfahrern aus der näheren Umgebung sehr beliebt ist. Oben war dann auch so ziemlich alles vollgeparkt mit Motorrädern und ein paar wenigen Autos!

Wir hielten erst gar nicht an und fuhren weiter talwärts nach Imst. Durch Imst führte uns der Weg ins Pitztal. Dort zweigt in Wenns die kleine aber feine Straße hinauf auf die Pillerhöhe (1558 m) ab. Dieser folgten wir hinauf. Oben ist eine kleine Aussichtsbucht wo wir die Motorräder abstellten und die Aussicht genossen – nebenbei noch ein kleines Frühstück! Die Sicht hier oben ist einfach toll und jedes Mal wenn ich hier lang fahre halte ich an und schau hinab. Die Straße im Tal, und der ganze Trubel dort unten, liegen weit entfernt und man genießt nur die Landschaft! Oben trafen wir auch eine andere Motorradgruppe, die vom Varadero-Club eine Ausfahrt unternommen hatten. Auch andere kennen diese schöne Strecke – aber Gott sei dank, noch nicht jeder! Talwärts hatten wir dann noch einen schönen Blick hinein ins Kaunertal (aber das ist eine andere Tour) und gelangten nach Prutz. Von dort über Pfunds fuhren wir hinauf Richtung Samnaun. Samnaun ist eine zollfreie Zone, da es zwar zur Schweiz gehört, aber nur von Österreich aus erreichbar ist. So sind dort Spirituosen, Zigaretten, Parfüm, Zucker(!) und vor allem das Benzin deutlich billiger! Für Normalbenzin mussten wir an diesem Tag 89 c (!!!) zahlen – ach wär das schön, wenn das überall so wär!

Eine Kaffeepause und dann ging es wieder ins Tal und über Landeck hinauf Richtung Arlbergpass (1793 m). Wenn man hier nicht aufpasst, ist man Ruck Zuck auf der Schnellstraße und wenn man dann keine Vignette hat, hat man ein Problem! Also aufpassen und der Bundesstraße hinauf über St. Anton und St. Christoph zur Passhöhe. Wir fuhren dann auf der gleichen Straße weiter hinab. Über etliche kleine Orte führt der Weg nach Bludenz. Dort weiter Richtung „Thüringerberg“ und schon konnte es hinauf Richtung Ragall gehen. Diese Straße ist einfach geil! Zwar relativ schmal, aber sehr schön zu fahren und recht übersichtlich. Keine „bösen“ Kurven und nur hinauf! In Ragall bietet sich ein schöner Blick über das große Walsertal und wir fuhren talwärts. Über Sonntag ging es dann wieder hinauf zum Faschinajoch (1486 m). Ebenfalls eine herrlich zu fahrende Strecke, die zusätzlich noch recht breit ist und somit wie geschaffen für Motorradfahrer! Auch hier war noch eine kurze Kaffeepause angesagt, bevor wir dann das letzte Stück der Tour angingen. Die Strecke hinab vom Faschinajoch über Damüls nach Au ist ebenfalls einfach super! Herrlich zu fahren! Hinab nach Au entschlossen wir uns dann, direkt über Mellau weiter zu fahren und nicht, die eigentlich schönere Strecke (in der Tourskizze eingezeichnet) über Schnepfau und Reutte zu nutzen. Weiter ging’s über Egg nach Hittisau und schließlich noch über den Riedbergpass (1408 m) zurück nach Sonthofen.
Es war ein sehr schöner Tag, an dem das Motorradfahren (vom heftigen Verkehr im Tannheimer-Tal mal abgesehen) wieder so richtig Spaß gemacht hat!

Gesamtlänge: 365 km


Unterkunftsempfehlung:
Hotel Schwarzer Adler (Tannheim), Gasthof "Zum Grüntenblick" (Agathazell), Landhotel Albrecht (Missen-Wilhams )

Italien: Hotel Cristallo (Levico Terme)

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