Rudi's Motorradtouren
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Montan 2009 - Reisebericht (Teil 1)

Wie bereits im letzten Jahr ging es auch diesmal wieder nach Montan, Südtirol.
Das Haus Heinrich war schnell ausgebucht und so konnte es an die weitere Tourplanung gehen.
Leider fielen dann unmittelbar vor der Tour Heike („Dirty Osirius“) und Franz („Aquarius“) sowie Inge und Rudi („katfish“) aus, sodass sich die Teilnehmerzahl auf 17 reduzierte.
Gemeinsam mit Alfred, Jacky und Thomas wollten wir bereits am Donnerstag anreisen. Chris und Kurt reisten ebenfalls an diesem Tag an. Die anderen sollten wir dann am Freitag treffen.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Um 9:30 Uhr trafen wir uns mit Alfred („Merlin“) bei McDonald in Sonthofen. Dann ging’s über Hindelang hinauf zum Oberjoch wo wir Thomas („Toutou“) sowie Jacky begrüßten.
Mit vier Motorrädern ging’s dann weiter durchs Tannheimer-Tal hinab nach Weissenbach. Von dort durchs Lechtal rein ins Namlostal. Hier genossen wir die verkehrsarme kurvenreiche Strecke und trafen dann bei Bichlbach auf die Hauptroute zum Fernpaß. Die Strecke war erstaunlich schwach frequentiert und so gelangten wir recht schnell zu einer Baustelle kurz vor dem Rasthof Zugspitzblick. Nachdem die Ampel auf grün schaltete hatten wir die Strecke bis Nassereith quasi für uns allein! Selten, das die Strecke so frei zu befahren ist!

Nach einem kurzen Stopp am Rasthof Nassereith ging’s weiter über Telfs nach Innsbruck. Hier wählten wir – wie üblich – die schöne Nebenstrecke über Ellbögen nach Mattrei.
In St. Peter machten wir im Gasthof St. Peter Mittagspause. Sehr zu empfehlen!!!

Das „Hausessen“ gab’s zum Preis von 6,80 € (mit Vor- und Nachspeise).
Die nette Wirtin wäre am liebsten bei Thomas’ BMW aufgestiegen und mit uns gefahren!

Nach dem Essen fuhren wir dann über Mattrei zum Brenner und weiter nach Sterzing und Brixen. Hier bogen wir dann nach links ab Richtung Würzjoch.
Die Strecke hinauf nach St. Andrea war wieder ein Genuss! Breite Straße, guter Asphalt und herrliche Kurven – Motorradfahren pur!
Hinter St. Andrea kam dann aber die Ernüchterung! Die 15 km bis zum Abzweig hinab ins Villnösstal sind in übelster Weise mit Bitumen geflickt worden! Auf dem gesamten Streckenabschnitt ist man ständig bemüht eine Lücke im großflächigen Bitumenteppich zu finden – schön ist anders!

Weiter ging’s dann durchs Villnösstal nach Gufidaun und von dort hinauf nach Lajen.

Die Strecke ist zwar sehr schmal und führt steil bergan, sie bietet aber herrliche Tiefblicke hinab ins Eisacktal. In Lajen gab’s dann Cappuccinopause.
Der weitere Weg führte uns hinab nach Waidbruck. Von dort fuhren wir dann – aufgrund der fortgeschrittenen Zeit – direkt über Bozen nach Auer und hinauf nach Montan zum Haus Heinrich.

Von Frau Amplatz wurden wir freundlich begrüßt und beim Abendessen und dem anschließenden Beisammensein (gemeinsam mit Kurt („medicus47“), Chris („sir footloose“) und Gabi, die ebenfalls bereits am Donnerstag angereist waren) konnten wir die Eindrücke des 1. Tages noch einmal Revue passieren lassen.

Freitag, 29. Mai 2009

Ein Blick vom Balkon, die Sonne lachte vom Himmel – genau wie am Vortag – und versprach einen schönen Tag.

Heute stand die „Montan-Fittanze“-Tour auf dem Programm.

Die Tour ist mit 360 km recht lang und vor allem der 70 km lange Abschnitt zwischen Recoaro und dem Passo Fittanze ist sehr anspruchsvoll und verlangt hohe Anforderungen an das fahrerische Können.
Mit sechs Motorrädern fuhren wir zunächst auf direktem Weg über Trento nach Rovereto und von dort die herrliche Strecke hinauf zum Passo Pian delle Fugazze – einfach ein Genuss!!!

Oben war dann der erste längere Stopp angesagt.

Danach ging’s hinunter nach Valli del Pasubio wo’s rechts ab geht zum Passo Xon und nach Recoaro.

Kurz vor Valdagno ging’s dann rechts ab Richtung Castelvecchio und weiter hinauf nach Marana. Kurz hinter dem Ort geht’s dann nach links steil hinab bis Crespadoro. Dann wieder steil bergauf nach Bolca und S. Bortolo. Wieder steil bergab (diesmal auf breiter und gut asphaltierter Straße) nach S. Andrea. Über Selva di Progno gelangten wir dann nach Velo Varonese. Hier gibt’s am linken Straßenrand ein schönes Cafe, welches ich von früheren Touren bereits kannte. Leider war aber zwischen 13 und 15 Uhr Mittagspause (wir trafen um 13:30 Uhr ein) und so mussten wir nach einer kurzen Pause unverrichteter Dinge weiter fahren.

Über Bosco erreichten wir schnell den Passo Fittanze und das Etschtal bei Ala (sehr steile Abfahrt mit überwiegend mehr als 20 % Gefälle).

Der Blick ins Tal ist beeindruckend!

Dann ging’s nach Avio, wo das nächste „Highlight“ auf uns wartete: Die tolle Strecke hinauf zur Bocca di Navene – ein Genuss!!! Mit flottem Kurvenschwingen ging es steil bergauf. Im Rückspiegel konnte ich noch meine Mitfahrer sehen. Nach ca. 10 km ging’s links ab und weiter steil bergauf. Auf der Höhe (Vorfahrt-Gewähren-Schild) angekommen, waren nur noch Kurt und Alfred hinter uns! Ich bat Alfred auf die anderen zu warten und wir fuhren mit Kurt das kurze Stück weiter zur Bocca di Navene.

In der Erwartung, dass die anderen auch bald kommen würden, bestellte ich schon mal zwei Cappuccino. Während wir noch auf die Bestellung warteten machte ich mir langsam Sorgen, weil keiner der anderen Mitfahrer kam! Kurt fuhr dann wieder zurück. Nachdem wir unseren Cappuccino getrunken hatten fuhren wir dann zusammen mit Alfred, der zwischenzeitlich eingetroffen war, ebenfalls wieder zurück um die anderen zu suchen. Auf dem Weg bergab kam uns dann Kurt entgegen und berichtete, dass Chris und Gabi zurück geblieben waren und Jacky an der Abzweigung auf sie gewartet hatte. Thomas war auf dem zweiten Abschnitt – auf halber Strecke – umgekehrt und zurück zu Jacky gefahren. Chris und Gabi waren ebenfalls eingetroffen und man hatte beschlossen, nicht noch hinauf zur Bocca di Navene zu fahren, sondern direkt hinab ins Tal nach Mori. Telefonischer Kontakt war aufgrund eines Funklochs nicht möglich gewesen.
Wir anderen fuhren also wieder hinauf und gönnten uns eine gemütliche Pause mit Blick auf den Gardasee.
Dann fuhren auch wir auf schmaler Straße nach Brentonico und weiter nach Mori.

Aufgrund der späten Stunde entschieden wir uns hier nicht den geplanten Weg über den Monte Bondone zu nehmen, sondern direkt über Rovereto und Trento zurück nach Montan zu fahren. Kurz vor 19 Uhr trafen wir dort ein.
Auch die anderen trafen kurz nach uns ein (sie hatten ja auch noch Pause gemacht).
Auch die übrigen Teilnehmer der „Alpenbiker-Südtirol-Pfingsten-Tour“ trafen einer nach dem anderen ein.
Ein gemeinsames Abendessen und eine anschließende gemütliche Runde beendeten diesen Tag.

Samstag, 30. Mai 2009

Die „Ultental-Tour“ stand auf dem Programm!

Da heute – außer Jacky – alle mitfuhren und auch Eddy („Ranger“) und Friedrich („1965fede“) aus Wolkenstein uns begleiteten waren wir mit insgesamt 13 Motorrädern unterwegs!
Kurz vor Bozen übernahm Friedrich die Führung und lotste uns durch das Stadtzentrum.
Dann ging’s hinauf nach Jenesien. Schöne Tiefblicke auf Bozen begleiteten uns im Anfang. Über Mölten und Vöran ging’s nach Meran. Von dort auf direktem Weg hinein ins Ultental. Am Ende des Ultentals am Weissbrunnsee machten wir Mittagspause im Gasthof „Knödlmoidl“.

Auf der anschließenden Fahrt hinab zum Zoggler-Stausee gab’s dann „Foto-Shooting“ sprich jeder hatte Gelegenheit – bei Bedarf – Fotos zu schießen!

Anschließend fuhren wir nach Süden Richtung Laurein. Vor dort über das Brezer Joch (1410 m) nach Fondo. Unser nächstes Ziel war der Mendelpass und dann der Monte Penegal.
Jeder der hier schon mal war fährt sicherlich gern wieder hinauf, weil der Blick hinab ins Etschtal nach Bozen und auf den Kalterer-See einfach traumhaft schön ist!

Anschließend wollten wir zum Eis-Essen nach Kaltern. Von einem Urlaubspärchen wurde uns das Eiscafe Trude empfohlen und der Weg dorthin beschrieben.
Aber da ich auf der Abfahrt vom Mendelpass immer rechts „Richtung Kaltern“ abbiege, kamen wir von der anderen Seite als der beschriebenen. Ich fuhr zunächst am Ziel vorbei und Jürgen machte mich drauf aufmerksam. Also galts mit der gesamten Gruppe zu wenden und dann einen geeigneten Platz für die ganzen Motorräder zu finden.
Zwei Mitfahrer (Alfred und Ingo) fehlten allerdings. Wie sich später herausstellte hatte Ingo noch ein paar Fotos geschossen und traf dann an der Abzweigung nach Kaltern auf Alfred, der hier wartete. Gemeinsam fuhren sie weiter. An der nächsten Abzweigung (wir waren hier links gefahren) hatte allerdings der Letzte der Gruppe nicht gewartet und die beiden fuhren schließlich direkt nach Montan.
Wir anderen genossen das Eis, verabschiedeten uns von Eddy und Friedrich (die zurück ins Grödnertal fuhren) und kehrten dann ebenfalls zurück nach Montan.
Nach der Tour trafen sich alle in der Pizzeria „Schloss Enn“ zum gemeinsamen Abendessen.
Ebenfalls ein schöner Tag mit herrlichem Wetter!


Unterkunftsempfehlung:
Hotel Schwarzer Adler (Tannheim), Gasthof "Zum Grüntenblick" (Agathazell), Landhotel Albrecht (Missen-Wilhams )

Italien: Hotel Cristallo (Levico Terme)

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