Rudi's Motorradtouren
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Levico Terme / Caldonazzo See 2013 - Reisebericht

Vorgeschichte:

Vor über 3 Jahren habe ich den Tipp Hotel Cristallo in Levico Terme bekommen.Da ich schon lange einige Touren in dieser Gegend unternehmen wollte, stand das Ziel für eine längere Reise fest.Aber erst in diesem Jahr hat sich dann endlich die Gelegenheit zur Durchführung ergeben.Ich habe über die Winterzeit anhand meiner bereits vorhandenen Ortskenntnis, ausgiebigem Kartenstudium sowie dem Motorrad-Tourenplaner fünf zum Teil sehr anspruchsvolle Touren zusammengestellt. Eine Tour sollte den Passo Pian delle Fugazze, den Passo Fittanze sowie den Monte Baldo und den Monte Bondone beinhalten (ergab dann 380 km), eine sollte zum Gardasee, Passo Croce Domini sowie der Strecke entlang des Lago die Valvestino führen und schließlich noch durch die Brasaschlucht am Gardasee gehen (= 350 km), eine die Kaiserjägerstraße und den Passo Manghen umfassen (= 250 km) und eine zum Monte Grappa und Passo S. Boldo führen (= 330 km). Die letzte Tour dann schließlich grobe Richtung Cortina d’Ampezzo (= 410 km).Termin sollte Ende September/Anfang Oktober sein.Petra meinte, stell es doch mal ins Alpenbiker-Forum – vielleicht kommen ja 1 oder 2 Leute  mit?!Gesagt, getan! Am 17.04. hab ich’s reingestellt und Ruck Zuck kamen die Anmeldungen!Letztendlich hatten sich außer mir noch 9 weitere Teilnehmer für die volle Zeit – 7 Tage eingefunden sowie 4 weitere, die nur für 1 oder 2 Tage teilnehmen wollten/konnten.Mit so großer Resonanz hatte ich gar nicht gerecht – aber toll!

 

Durchführung:

Für den geplanten Zeitraum vom 22. – 28.09. war schönes Wetter fürs Trentino angesagt.

Sonntag, 22.09. Fahrt nach Levico Terme

Jürgen, Ingo und Franz (Aquarius) starteten um 9:10 Uhr gemeinsam mit mir in Sonthofen.
Durchs Tannheimer Tal gings hinab nach Weissenbach, wo wir Franz (Bronco) trafen. Dann übers Hahntennjoch zur Pillerhöhe und über den Reschenpass.

In Schluderns (Vinschgau) trafen wir dann Michael und Markus. Von dort ging es über die kleine aber feine Höhenstraße weiter nach Schlanders und weiter Richtung Meran. Dann rechts ab über Marleng und Lana zum Gampenpass. Aber plötzlich fehlten einige Teilnehmer! Michael teilte uns mit, dass es einen Unfall gegeben habe, sie aber bald kommen würden. In Lana haben wir dann gewartet. Es stellte sich heraus, dass Franz (Aquarius) plötzlich – ohne Fremdeinwirkung – nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war, mit seiner BMW an einer Mauer hängen geblieben war und sich mit einem Salto vom Motorrad verabschiedet hatte! Zum Glück war im selbst kaum etwas passiert (eine kleine Fleischwunde am Fuss). Aber das Motorrad war stark beschädigt, so dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. – Franz konnte dann später mittels eines Leihfahrzeugs (über den ADAC) selbst nach Hause fahren und auch sein Motorrad aufladen und nach Hause transportieren.
Wir anderen fuhren dann über den Gampenpass nach Mezzolombardo und über Trento nach Levico Terme.
Nach dem Abendessen konnte dann bei einem gemütlichen Abend der Tag Revue passieren.

Montag, 23.09. Tour Borcola – Fittanze

Um 9 Uhr ging es los zu dieser anspruchsvollen Tour!
Vor Fahrtbeginn sprach ich noch mit meinen Mitfahrern ab, dass ich das ein oder andere Mal für einen Fotostopp anhalten würde. Die anderen könnten dann schon weiterfahren und an der nächsten Abzweigung auf mich warten. Wer selbst Fotos schließen wollte könnte natürlich ebenfalls kurz anhalten und man würde sich am nächsten Abzweig wieder zusammenfinden. Denn ein gemeinsamer Stopp aller Teilnehmer bei jedem kurzen Fotostopp würde einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Also ging es zunächst von Levico Terme über die Fricca-Straße nach Carbonare und weiter Richtung Folgaria. Da wir auf dieser Strecke noch keine Tankstelle gefunden hatten fuhr ich – entgegen der ursprünglichen Planung nicht sofort weiter zum Passo Coe sondern erst weiter nach Folgaria zur nächsten Tankstelle. Leider wartete aber ein Teilnehmer nicht auf den nachfolgenden Teil der Gruppe, so dass zwei Teilnehmer – ohne Tankstopp – direkt zum Passo Coe fuhren. Dort aber trafen wir dann wieder zusammen.

Bis zum Passo Borcola ging es dann abwechslungsreich und vor allem einsam (kein Verkehr!) weiter. Dann weiter Richtung Rovereto. Nachdem ich wieder einen Fotostopp eingelegt hatte, folgte ich den anderen, musste allerdings an einer eigentlich kleinen kurzen Baustelle ca. 10 Minuten warten, bis ich weiterfahren durfte. An der nächsten Abzweigung stand dann allerdings keiner! Also dachte ich „Sch.. sind sie doch geradeaus Richtung Rovereto gefahren!“ Ich fuhr also weiter geradeaus nach Rovereto, aber dort war auch keiner! Also weiter zum Fugazze! Dort oben sollte Pause sein. Als ich oben ankam, war dort aber wieder niemand! Da Michael vorher geäußert hatte, dass er lieber am Passo Xon einkehren würde, dachte ich „Ok, sind sie also da hin gefahren!“ – ebenfalls Fehlanzeige, da die dortige Gaststätte – ebenso wie die am Fugazze – geschlossen hatte! Also weiter nach Recoaro Terme – aber hier war ebenfalls niemand. Da ich auch später niemanden traf versuchte ich dann Markus zu erreichen, was mir auch schließlich gelang. „Wo seid ich denn jetzt?“ – „Wir sind jetzt in Schio!“ Oops! Völlig falsche Ecke! Also haben wir dann abgesprochen, dass ich allein die weitere Tour fahren würde und die anderen selbst einen Weg finden würden. Shit happens!

So bin ich dann über viele kleine einsame Straßen weiter zum Passo Fittanze gefahren und hinab ins Etschtal.

Dann gings die tolle Strecke von Avio hinauf zum Monte Baldo – einfach genial! An der Bocca di Navene – toller Blick hinab auf den Gardasee – machte in dann Cappuccino-Pause, bevor es weiter über das Monte Baldo Gebiet hinab nach Mori ging.

Dort dann links ab und später der Abzweigung hinauf nach Ronzo Chienis folgend kam ich zum Passo Bordala und später dann zum Monto Bondone.

Von dort dann über Trento zurück nach Levico Terme. Um 18:40 Uhr traf ich am Hotel ein.
Hier erwarteten mich dann die anderen – die schon lange vorher eingetroffen waren. Sie erzählten mir, dass wir uns sogar auf der Abfahrt vom Fugazze begegnet waren! Angerufen hat aber in diesem Moment keiner, sodass ich – wie bereits beschrieben – allein weiterfuhr.

Dienstag, 24.09. Tour Gardasee – Croce Domini

Am Vorabend hatten wir uns geeinigt, diese Tour zu kürzen und den Abschnitt vom Idro-See zum Passo Croce Domini zu streichen. So verkürzte sich die Strecke von zunächst geplanten 350 km auf knapp 280 km. Über Carbonare und Folgaria ging es hinab ins Etschtal. Von dort dann über Nomi und Patone sollte uns der weitere Weg über Lenzima zur Strecke nach Torbole am Gardasee führen. Die Straße war – wie bekannt – sehr sehr schmal, aber völlig neu asphaltiert! Allerdings wurde unsere Weiterfahrt dann an einem großen Baustellen-LKW gestoppt, dessen Fahrer uns klarmachte, dass die weitere Strecke nicht passierbar war sei!

Also hieß es umkehren und den Weg über den Passo Bordala nehmen (den wir am Nachmittag schon auf dem Programm hatten). Dort gabs dann eine Cappuccino-Pause und weiter gings zum Gardasee.

Oberhalb von Torbole der dort obligatorische Fotostopp und weiter nach Riva del Garda und hinauf ins Ledrotal.

Von dort dann zum Idrosee und dann zu einem meiner persönlichen „Highlights der Alpen“, der Strecke entlang des Lago di Valvestino. Ich bin die Strecke schon häufiger gefahren, hatte aber bisher noch NIE ein Foto dort geschossen! Das sollte diesmal anders werden.

Von dort ging es dann hinab nach Gagnano am Gardasee – zur nächsten Cappuccino-Pause. Dann flott hinauf nach Tignale und weiter Richtung Tremosine. Vorher aber rechts ab zur Brasa-Schlucht. Ein Streckenabschnitt, den ich selbst vorher noch nie befahren hatte. Ich hatte aber schon viele Fotos davon gesehen und wollte deshalb unbedingt dort hin – hat sich gelohnt! Ein Blickfang! Da ich wieder Fotos schließen wollte schickte ich die anderen schon mal vor, mit dem Hinweis, unten auf mich zu warten.

Nachdem ich dann meine Fotos geschossen hatte fuhr in hinab zur Hauptstraße. Dort wartete aber niemand auf mich. Also gings weiter nach Riva del Garda und mitten ins Verkehrgewühl Richtung Arco. Dann sah ich plötzlich Michael einige Fahrzeuge vor mir fahren und hatte also meine Gruppe wieder eingeholt. Gemeinsam kamen wir dann nach Arco und von dort die schmale Straße hinauf nach Monte Velo und zum Passo S. Barbara – eine Strecke zum schwindelig fahren! Über Ronzo Chienis und den Passo Bordala fuhren wir dann weiter entlang des Lago di Cei und Aldano zurück nach Levico Terme.
Beim gemeinsamen Abendessen und anschließendem Beisammensein ging auch dieser wunderschöne Tag zu Ende.

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Unterkunftsempfehlung:
Hotel Schwarzer Adler (Tannheim), Gasthof "Zum Grüntenblick" (Agathazell), Landhotel Albrecht (Missen-Wilhams )

Italien: Hotel Cristallo (Levico Terme)

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